„Um 13.30 Uhr geht’s leider nicht, da halte ich mein Nickerchen“, sage ich ganz ungeniert

Ich bin bereits zu Zeiten am Rechner zugange, da schlummerst du noch in süßen Träumen. Mein Biorhythmus hat sich deutlich auf Lerche eingependelt. Ich stehe mit den Hühnern auf und kann per Knopfdruck kreativ sein. Alles auch noch ohne Kaffee! Den mag ich nämlich nicht. Zum Frühstück gibt‘s zwei Brote, dick mit Butter bestrichen und irgendwas obendrauf, wozu ich spontan Lust habe. Dazu stilles Wasser oder einen Tee.

Logisch, dass die Lerche um spätestens neun erneut Kohldampf schiebt. Das Frühstück liegt vier Stunden zurück und genauso viel Arbeitspensum hinter mir!

Also her mit dem Müsli. Diese Zeit ist daher geblockt für Termine jeglicher Art. Hungrig verwandle ich mich nämlich ziemlich schnell zum Werwolf.

Gegen halb eins bis eins gibt’s Mittagessen, weil Magen knurrt schon wieder. Danach brauche ich höchstdringlich einen Break. So richtig mit ins Bett legen, Augen zu, wegdösen. Deswegen ist die Zeit von zwölf bis zwei ebenso geblockt.

 

Womöglich kommen jetzt spontan diese Gedanken in dir auf:

👉 Die Uli ist ganz schön verfressen.

👉 Ist doch nicht schlimm, wenn man mal 1-2 Stunden Hunger schiebt oder eine Mahlzeit ganz ausfällen lässt.

👉 Selbst schuld, wenn die Uli keinen Kaffee trinkt – dann müsste sie sich mittags nicht hinlegen.

👉 Sich als Selbstständige rauszunehmen, nicht 12 Stunden pro Tag wie eine Besessene zu ackern, geht gar nicht – wegen Ansehen und Erfolg und so.

 

Meine Antwort darauf:

👉 Gesundheit ist ein hohes Gut. Unser Körper weiß schon, warum er Hunger oder Auszeit anmeldet. Nicht, weil er einen Kaffee will, sondern zur Regeneration diesen Break braucht.

👉 Achtsam mit sich umzugehen, ist keine Schande, sondern unsere Verantwortung und Pflicht.

👉 Als Selbstständige haben wir’s in der Hand, wie wir den Tag gestalten. Ausreden gelten nicht! Im Gegensatz zu Angestellten können wir jederzeit vogelfrei entscheiden.

 

Fazit:

Ich entscheide mich sehr konsequent dafür, was mir guttut. Alles andere käme mir schon arg paradox vor.