Natürlich schwanger trotz deprimierender Diagnose

Natürlich schwanger trotz deprimierender Diagnose

„Medizinisch keinerlei Erfolgs-Aussichten. Grund: das Anti-Müller-Hormon“. So die kühle Diagnose des Arztes. Wumm! Wie, bitte? In dem Moment tut sich der Abgrund vor mir auf.

(Werbung unbeauftragt, unbezahlt) Vielen Dank an Petra, die mir so offen ihre bewegende Geschichte erzählt hat, damit ich sie wiederum niederschreiben und in der Welt verbreiten kann:

Ein wunderschöner Tag im März 2016. Die Sonne scheint und die Krokusse blinzeln die ersten Zentimeter aus der Erde heraus, um zu schauen, ob tatsächlich schon das Frühjahr lockt. Unser Tagesplan für heute: Zum Arzt fahren und die Sonnenstrahlen gegen ein Behandlungszimmer tauschen. Wirklich beunruhigt sind wir zu dem Zeitpunkt nicht, schließlich handelt es sich bei besagtem Arzt um eine wahre Koryphäe auf dem Gebiet „Kinderwunsch“. Und das ist gleichzeitig unser Problem. Wir haben es zwei Jahre versucht, dann zaghaft Antworten bei meiner Frauenärztin gesucht, alles ohne Erfolg. Eine Koryphäe wird schon wissen, was zu tun ist, denke ich mir und bin zuversichtlich.

„Medizinisch keinerlei Erfolgsaussichten.
Grund: das Anti-Müller-Hormon“

So die kühle Diagnose des Arztes. Wumm! Wie, bitte? In dem Moment tut sich der Abgrund vor mir auf. „Was meinen Sie damit?“, hake ich vorsichtig nach? Von Hormonbehandlung bis künstliche Befruchtung – in meinem Fall könne man deswegen leider alles vergessen, führt er erklärend hinzu. Sein abschließender Rat: „Sie können sich ja eine Eizelle aus Polen besorgen.“

Wie ferngesteuert treten wir den Heimweg an. Ich tränenüberströmt, mein Mann Rainer innerlich aufgewühlt, dennoch gefasst. Er hat gleich noch einen wichtigen Termin vor sich und versucht, sich dafür zusammenzureißen. Und so muss ich mit der Tragödie unseres Lebens erst mal alleine klarkommen.

Die Natur erwacht, während ich innerlich einfriere

Am Nachmittag halte ich es nicht mehr zu Hause aus und ziehe meine Jacke an. Immer noch wie in Trance überquere ich bei strahlend blauem Himmel den Platz vor unserem Haus, an dem ein Springbrunnen lustig vor sich hinplätschert, als sei nichts gewesen. Dahinter empfängt mich ein Teppich an Krokussen. Diese ganze Szenerie will nicht so recht zu meinem Inneren passen. In dem Moment kann ich nicht wissen, dass meine Tochter hier exakt zwei Jahre später ihre ersten Schritte machen wird.

Die Tage vergehen, ich ziehe mich in mich zurück, meditiere viel und versuche so, mit meiner Zerrissenheit und Ratlosigkeit umzugehen. Rainer indes verbringt viel Zeit damit, nach diesem kuriosen „Anti-Müller-Hormon“ zu recherchieren. Niemand scheint je etwas davon gehört zu haben. Nicht mal sein Vater, der zufällig auch Gynäkologe ist.

Unerfüllter Kinderwunsch - endlich schwanger

Neue Hoffnung

Ich schicke eine Bitte ans Universum, dass es mir ein Zeichen schicken möge. Das kommt, wenn auch nicht prompt, aber immerhin kurze Zeit später in Form von Silkes Visitenkarte. Das kleine Stück „Papier“ flattert auf höchst ungewöhnlichem (Um)-Weg in unser Leben. Sofort telefoniere ich mit Silke und bin mir in dem Moment schon sicher: Das ist es! Mein Mann braucht ein paar Tage länger, um zur gleichen inneren Überzeugung zu gelangen. Und so legen wir los mit unserem Kinderwunsch-Coaching. Geht so, dass wir uns in regelmäßigen Abständen tiefgehend besprechen. Dazwischen haben Rainer und ich ein paar „Hausaufgaben“ zu erledigen. Fast wie in der Schule, nur viel spannender.

Erstaunlich wirksam

Wir bearbeiten gefühlt alle Lebensthemen, die in Vergangenheit und auch jetzt im Alltag immer wieder aufploppen. Ich sehe den Zusammenhang zum Kinderwunsch da noch nicht. Silke schon. „Wir sind doch schon mittendrin“, antwortet sie lächelnd. Es sind die Lebensthemen dahinter, auf die mein Körper mit dem Symptom „Kinderlosigkeit“ reagierte. Schaut man sich diese Themen an und löst den Konflikt, kommt auch der Körper wieder in Balance.

Ende Mai 2017: „Herrschaftszeiten, bist ganz schön dick geworden, du solltest etwas auf deine Ernährung achten“, denke ich mir, als ich mich im Spiegel betrachte. Wie Männer so sind, sieht Rainer die Sache pragmatisch: „Mach doch mal einen Schwangerschaftstest!“ Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Anfang Juni drängelt Rainer immer mehr. Ich solle jetzt bitte diesen Test machen. Ehrlich gesagt, habe ich ziemlichen Bammel vor dem Ergebnis. Also muss ein Plan her, der so aussieht: Am kommenden Samstag wollen wir uns aus anderem Anlass mit Silke treffen. Falls der Test, naja, negativ ausfallen sollte, wäre sie sozusagen mein Seelen-Rettungsanker.

Und so begeben wir uns freitagabends gemeinsam ins Bad. Den „praktischen“ Teil überlasse ich Rainer, ich kann da jetzt einfach nicht hinsehen. Er beobachtet den Teststreifen mit Argusaugen und sagt irgendwann:

“Deutlicher geht’s nicht. 2 Streifen!“

Ich Schwanger? Echt jetzt? Man könnte denken, ich flippe in dieser Sekunde aus vor Freude, doch ich traue der Sache noch nicht ganz. Erst einen Tag später begreife ich so langsam: Es ist tatsächlich wahr!

Weitere zwei Wochen später bringe ich einen weiteren Menschen zum blanken Erstaunen: meine Frauenärztin. Gemeinsam starren wir wie gebannt auf den Monitor und sehen zwei Beinchen, zwei Arme und Hände, einen Kopf: unser kleiner Sonnenschein! Zu dem Zeitpunkt bin ich bereits in der 17. Woche schwanger.

Und heute? Heute hallt durch unser Haus glucksendes Kinderlachen, jeden einzelnen Tag. Wir sind sehr froh, dass wir uns vom „Stempel“ des Arztes nicht haben entmutigen lassen. Wie man sieht, zurecht.

Über Silke Baasch:

Natürlich schwanger trotz deprimierender Diagnose

Silke ist ausgebildete Persönlichkeits-/Mentaltrainerin und Lifecoach. Sie mag es, wenn Dinge ins Rollen kommen, klar und präzise – ohne sinnloses Herumeiern. Geht es dabei um unerklärliche Probleme oder hartnäckige Symptome, weckt das die Detektivin in ihr.

Apropos Detektiv:

Inspektor Columbo überführt, wie wir alle wissen, jeden noch so cleveren Übeltäter. Er kombiniert dazu blitzgescheit, denkt sechsmal um die Ecke, greift zu teils unorthodoxen Methoden. Damit löst er jeden Fall. Silke mache es wie Columbo und verfolgt präzise die Spur zum Kern des Problems. Ängste, Stress, irgendwelche Symptome haben immer einen „versteckten“ Auslöser, der sich hinter dem sichtbaren Problem verbirgt. Den spürt sie dermaßen schnell auf, dass ihre Klienten regelmäßig baff sind und wiederkehrend dieselbe Frage stellen: „Warum ist da nicht schon viel früher jemand darauf gekommen?“ Im anschließenden Coaching kann dieser Auslöser dann bearbeitet werden.

Quälende Körpersymptome? Tja, die kennt Silke aus früheren Zeiten auch – kaputtes Knie, chronischer Schwindel, jahrelang ungewollt kinderlos. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Sie weiß, wie das ist, wenn man jede kleinste Körperwahrnehmung panisch analysiert oder ständige Zwiegespräche mit der eigenen Gebärmutter führt. Und noch schlimmer: Wenn kein Arzt helfen kann und einen alle schon für Plemplem halten. Alle Probleme lösten sich in dem Moment in Luft auf, als sie es selbst in die Hand nahm, nach der Ursache hinter dem Symptom forschte und diesen inneren Konflikt beseitigte.

In ihrer Freizeit schwingt sie sich entweder auf den Drahtesel und erkundet mit ihrer Familie die Münsterländer Region, gern auch querfeldein. Oder sie lässt wahlweise ihre Nähmaschine im Untergeschoss glühen. Ganz nebenbei ist sie großer Fan des gesunden Menschenverstandes.

Wenn du direkt mit Silke in Kontakt treten willst, kannst du ihr HIER mailen.

1 Kommentar zu „Natürlich schwanger trotz deprimierender Diagnose“

  1. Liebe Uli,
    ich liebe deine Texte, die mit so viel Drive und Gefühl geschrieben sind und gratuliere zum glucksenden Sonnenschein :), Ariane

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