Es braucht keine Superkräfte, um ein Held zu sein. Das normale Leben zu bewältigen, reicht völlig. Wenn du also das nächste Mal an einem Spiegel vorbeikommst, weißte Bescheid: Du Held! Und falls du mir das immer noch nicht so recht glauben willst, kommen hier vier Beispiele dieser Alltagshelden. Ihre Geschichten sind lustig, verrückt, bewegend, spannend, abenteuerlich. Ganz normale Menschen von nebenan also, von denen sich niemand selbst als spektakulär heldenhaft ansehen würde. Ich finde, das sind sie sehr wohl und ich freue mich, diese Lebensgeschichten schreiben zu dürfen. Drei davon findest du nachfolgend:

 

#1 Alex Kiesow, Natural Running

© Alex Kiesow

Von Haus aus ist Alex Musiker und ein bisschen verrückt. Also nicht schlimm verrückt, sondern liebenswert aus der Masse stechend. Musik macht ihm Spaß, aber die Branche ist ganz schön hart. Nebenbei ist er vom Läufervirus infiziert. Ein Marathon bringt seine Augen zum Leuchten, daher läuft er regelmäßig, und das seit langer Zeit.

Viele Jahre und Marathons später: kleiner Beschwerde-Aufschrei seiner Gelenke. Und da Schmerzen und Marathon nicht recht zusammenpassen wollen, muss eine Lösung her. Spezielle Einlegesohlen sollen es richten. Das tun sie kurzzeitig, aber nie wirklich zufrieden stellend und das Theater geht von vorne los. Deswegen mit dem Laufen aufhören? Niemals!

Eines Tages kommt er auf eine super Idee, die in der Konsequenz ganz schön Mut braucht. Er ahnt nicht, dass sich damit sein komplettes Leben zum Positiven verändern wird. Alex‘ unglaubliche Geschichte findest du hier >> Barfuß über 42,195 Kilometer

 

#2  Heike Niemeier, Sexberaterin

© Stefan Zeitz

Heike ist Sexberaterin, und das kam selbst für sie überraschend. Da musste sie erst einen Wadenbeinbruch erleiden, eine erfolgreiche Veranstaltungsagentur ad acta legen und 58 Jahre alt werden, um zu diesem Beruf zu gelangen. Und das ist gut so, denn Sex macht sowieso mehr Spaß als Preisdumping und Respektlosigkeit in der Veranstaltungsbranche.

Klartext ist für sie zweite Muttersprache und die verwendet sie besonders gern, wenn es um das Thema Sex geht. Ü50 sowieso so ein Ding. Mag ja keiner drüben reden, ob er bzw. sie nun besonders viel Lust hat, auf was genau oder eben gar nicht. Und dann war ja noch die Sache mit dem Orgasmuswahn, der ihr ganz besonders auf die Nerven geht. Warum genau und viele andere spannende Dinge mehr entlockte ich Heike Niemeier in unserem Interview. Die zugehörige Story findest du hier >> Frauen, die mehr wollen, als ihrem Mann nur die Socken zu waschen

 

#3 Stephanie Arnold

© Stephanie Arnold

Schon bei der Vorbereitung auf unser Interview habe ich Gänsehaut. Ich sitze da und schüttele mehrmals mit dem Kopf. „Kann ich jetzt nicht glauben!“, murmle ich vor mich hin. Das geht auch anderen Menschen so, wenn sie von Stephanies Geschichte erfahren. Ihr Mut ist riesig – größer als unser Sonnensystem, wobei sie das selbst gar nicht so sieht „Ich bin doch nur meinem Instinkt gefolgt“, kommentiert sie lächelnd, als wir von ihrer Erkrankung, der Fastenkur und Jamu sprechen.

‚Nur‘ ist gut. Dass muss man sich erst mal trauen, wenn man die Diagnose ‚MS – heftige Verlaufsform‘ erhalten hat. Danach innerhalb von einer Woche im Rollstuhl gelandet ist und hochdosiert monatelang mit Cortison ins komplette Aus geschossen wird. Mehr dazu hier >> „Ich bin doch nur meinem Instinkt gefolgt“

 

 

Du möchtest Anekdoten deines Lebens auch in einer Geschichte in den Händen halten? Für dich selbst, für deine(n) Liebste(n) oder als Überraschung? Maile mir und wir besprechen deine Wünsche und die Möglichkeiten: mail@ulrikeparthen.de

 

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