Depressionen - eine Mutmach-Geschichte für Betroffene

Depressionen – eine Mutmach-Geschichte für Betroffene

Sein Lebenstraum zerplatzt. Schneller, als er gucken kann, stürzt Sebastian in ein tiefes Loch. Eines Tages steht er am Bahnübergang. Ein letzter Impuls hält ihn davon ab. Wenige Wochen später, juhu, der Wendepunkt. Seine Depressionen sind wie weggefegt – als wären sie nie da gewesen. Und das hat er Silke zu verdanken.  

(Werbung, unbeauftragt, unbezahlt) „Tschüss, ich bin dann mal weg“, verabschiedet sich Sebastian von seiner Familie. Seine Augen glänzen dabei und er kann es kaum erwarten, die salzige Seeluft einzuatmen. Das Abenteuer beginnt.

Seit er zurückdenken kann, will Sebastian bereits zur See fahren. Also nicht mal nur eine kurze Schiffsreise machen, nö, so richtig! Mit knapp 18 ist er seinem Lebenstraum ganz nah: Er startet in seine Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Ihr Ozeane der Welt – ich komme!

Alles so weit prima, wenn da nicht dieses Heimweh wäre

Das zerfrisst ihn förmlich. So sehr, dass er sich nicht anders zu helfen weiß, als die Lehre wieder hinzuschmeißen. Adieu Traum. Dann eben doch eine Ausbildung zum Tischler, flüstert die Vernunft. Also schnuppert Sebastian zukünftig den Duft von Holz anstatt seine geliebte Meeresbrise.

So leicht gibt sich sein Unterbewusstes mit dieser Entscheidung jedoch nicht zufrieden. Es zeigt ihm auf höchst intensive Weise, dass Traum einfach Traum ist (und bleibt!). Er wird depressiv – sehr heftig und plötzlich. So etwas kennt er von sich gar nicht und ist dem relativ hilflos ausgeliefert. Er kann nicht mehr arbeiten gehen und hat nur noch einen Gedanken im Kopf: „Ich will nicht mehr leben!“

Eines Morgens … am Bahnübergang

Wie schön wäre es, sich einfach mitten auf die Gleise zu stellen und abzuwarten, bis der Zug kommt. Dem Himmel sei Dank, dass er diesem Impuls nicht folgte. Denn die Lösung und damit der Wendepunkt sind schon in Sichtweite. Das weiß er zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht.

Er fühlt überall Ablehnung, vor allem, als er die Tischlerlehre nach wenigen Wochen auch abbrechen muss wegen heftigem Schwindel, der bis zur Bewusstlosigkeit führt. Sebastian ist am absoluten Tiefpunkt angekommen. “Niemand, versteht mich!”, so seine Überzeugung. Auch ein Arztbesuch sowie Gespräche bei einer Psychologin verbessern rein gar nichts. Bis die rettende Empfehlung kommt, die lautet: „Geh zu Silke, sie kann dir helfen.“

Der Wendepunkt

Gesagt, getan! Was habe ich schon zu verlieren, denkt er sich. Damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das spürt er bereits beim ersten Termin. Offen, vertrauensvoll gibt er sich dem hin, was dabei geschieht. Endlich jemand, der mich versteht, stellt er nach fünf Minuten fest. Damit fällt eine schwere Last von ihm – weitere werden folgen.

Silke kommt sofort einer Angst auf die Spur, die hinter allem steht. Diese kann sie schon während der Sitzung auflösen. Sebastian spürt das augenblicklich daran, dass ein erleichterndes Gefühl durch ihn strömt. Auch erfährt er durch Silke, dass seine „falschen“ Definitionen von Anerkennung und Ablehnung extrem viel inneren Stress verursachten. Sebastian kann es kaum glauben, aber von Minute zu Minute fühlt er sich besser. Das gibt ihm Hoffnung.

Insgesamt vier Termine bei Silke reichen aus. Seine Depressionen und Ängste sind danach wie weggefegt – als wären sie nie da gewesen. Bei einem Termin begleiten ihn seine Eltern. Auch bei ihnen löst Silke einige Ängste auf. Das verbessert die gesamte Familienkonstellation auf wundersame Weise. Sebastian fühlt sich endlich angekommen und geborgen in seiner Familie.

Depressionen - eine Mutmach-Geschichte für Betroffene

Und dann? Happyend!

Aus Sebastian ist ein selbstbewusster junger Mann gereift. Zielstrebig wie nie und lebensfroh steht er zu sich, seiner Meinung und seinen Träumen. Daher ist klar, dass die Sache „zur See fahren“ wieder in sein Lebensprogramm aufgenommen wird. Da er die Ursache dahinter mit Silke auflöste, kann er neu durchstarten. Außerdem hat er von ihr Techniken für den Alltag an die Hand bekommen, mit denen er sich bei Herausforderungen des Lebens jederzeit selbst helfen kann.

Sein abschließendes Resümee zum Ende unseres Gesprächs: „Ich bin mir sicher: Mich haut im Leben nichts mehr um.“ Ein schöneres Schlusswort könnte es zu dieser bewegenden Geschichte kaum geben.

Hinweis:

Der Vorname wurde geändert, um die Privatsphäre von Sebastian zu schützen. Vielen Dank für deine Offenheit und dass du mir deine Geschichte erzählt hast – damit ich sie wiederum niederschreiben und hier veröffentlichen kann.

Über Silke Baasch:

Depressionen - eine Mutmach-Geschichte für Betroffene

Silke ist ausgebildete Persönlichkeits-/Mentaltrainerin und Lifecoach. Sie mag es, wenn Dinge ins Rollen kommen, klar und präzise – ohne sinnloses Herumeiern. Geht es dabei um unerklärliche Probleme oder hartnäckige Symptome, weckt das die Detektivin in ihr.

Apropos Detektiv:

Inspektor Columbo überführt, wie wir alle wissen, jeden noch so cleveren Übeltäter. Er kombiniert dazu blitzgescheit, denkt sechsmal um die Ecke, greift zu teils unorthodoxen Methoden. Damit löst er jeden Fall. Silke mache es wie Columbo und verfolgt präzise die Spur zum Kern des Problems. Ängste, Stress, irgendwelche Symptome haben immer einen „versteckten“ Auslöser, der sich hinter dem sichtbaren Problem verbirgt. Den spürt sie dermaßen schnell auf, dass ihre Klienten regelmäßig baff sind und wiederkehrend dieselbe Frage stellen: „Warum ist da nicht schon viel früher jemand darauf gekommen?“ Im anschließenden Coaching kann dieser Auslöser dann bearbeitet werden.

Quälende Körpersymptome? Tja, die kennt Silke aus früheren Zeiten auch – kaputtes Knie, chronischer Schwindel, jahrelang ungewollt kinderlos. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Sie weiß, wie das ist, wenn man jede kleinste Körperwahrnehmung panisch analysiert oder ständige Zwiegespräche mit der eigenen Gebärmutter führt. Und noch schlimmer: Wenn kein Arzt helfen kann und einen alle schon für Plemplem halten. Alle Probleme lösten sich in dem Moment in Luft auf, als sie es selbst in die Hand nahm, nach der Ursache hinter dem Symptom forschte und diesen inneren Konflikt beseitigte.

In ihrer Freizeit schwingt sie sich entweder auf den Drahtesel und erkundet mit ihrer Familie die Münsterländer Region, gern auch querfeldein. Oder sie lässt wahlweise ihre Nähmaschine im Untergeschoss glühen. Ganz nebenbei ist sie großer Fan des gesunden Menschenverstandes.

Wenn du mit Silke direkt Kontakt aufnehmen willst, kannst du ihr HIER mailen.

2 Kommentare zu „Depressionen – eine Mutmach-Geschichte für Betroffene“

  1. Sehr schön und inspirierend, wäre toll etwas mehr über Silke und das, was sie tut, zu erfahren (oder gibt es hier im Blog Infos dazu?). Sonst wirkt der Titel leider etwas zu viel versprechend, denn man bleibt weiterhin ratlos zurück…

    VG!

    1. Lieben Dank für deinen Kommentar. Du hast völlig Recht. Derzeit wird Silkes Website neu gemacht. Ich kann daher nirgends hin verlinken. Werde daher noch ein kleines Porträt über sie verfassen und zusammen mit einem Foto von ihr im Artikel einstellen;-)

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